Neuraltherapie
Störfelder als Krankheitsauslöser
und ihre Behandlung mittels Regulationstherapie
1928 berichten die Brüder Hunecke - zwei deutsche
Ärzte - über "unbekannte Fernwirkungen der Lokalanästhesie".
Durch Infiltration schmerzhafter Körperbezirke kommt es zur
Besserung von Schmerzzständen.
1940 beobachtet Ferdinand Hunecke das erste "Sekundenphänomen"
- die sofortige Schmerzauslöschung durch Infiltration einer
Narbe mit einem Lokalanästhetikum.
Er zieht daraus den richtigen Schluß, daß
es nervale Reizzustände - STÖRFELDER
- gibt, die außerhalb jeder segmentalen Ordnung die verschiedenartigsten
Krankheiten auslösen und unterhalten können, und daß
er einen Weg fand, diese Störfelder auszuschalten und damit
bisher unheilbare Krankheiten zu heilen.
Die Segmenttherapie mit gezielten Injektionen von
Lokalanästhetika - alternativ auch Homöopathika oder
Kochsalzlösung - und das Auslösen des Hunecke Phänomens
wie das "Sekundenphänomen" auch genannt wird, durch
Auslöschen von Störfeldern fassen wir heute unter dem
Begriff NEURALTHERAPIE nach HUNECKE zusammen.
Die Forschungen der "Wiener Schule" um
Pischinger und Kellner haben ergeben, daß
das Grundgewebe - eine Funktionseinheit aus kollagenen
und elastischen Fasern, der Endstrombahn der Gefäße,
den Nervenfasern des autonomen Nervensystems und der Bindegewebszellen
- die entscheidende Rolle bei jedem Krankheitsgeschehen
spielt. In dieser Grundmatrix, in welcher alle anderen Körperzellen
eingebettet sind und aus der sie ernährt werden, kommt es
zu den Veränderungen, welche insgesamt als Krankheit beeindrucken.
Die Grundmatrix - das Grundgewebe,
früher als Bindegewebe bezeichnet - wird durch unterschiedliche
Störreize in ihrer Funktion gestört. Entzündungen,
jedes Krankheitsgeschehen welches länger andauert, Narben
aber auch psychische Traumata können dabei als Störfelder
wirken. Desgleichen blockieren Chemikalien und Schwermetalle
dieses System. Auch innere Vergiftung - Autointoxikation
- durch kranke Verdauungsorgane mit Übersäuerung
beeinträchtigt die lebenswichtige Funktion des Grundgewebes.
Herdgeschehen bzw. Störfelder
entsprechen minimalen chronischen Entzündungen, welche an
Ort und Stelle so gut wie symptomlos sind und deshalb lange Zeit
unentdeckt bleiben können. Sie stellen aber als andauernde
Reizquelle eine Dauerbelastung für den Organismus dar.
Dadurch werden im Lauf der Zeit sämtliche Regelmechanismen
labilisiert und unter Vorspannung gesetzt. Diese Vorspannung breitet
sich sowohl über das autonome Nervensystem
als auch über gewebliche und humorale Regelsysteme
aus.
Sie bedeutet im Körper erhöhter Muskeltonus
- Verspannungen - und auf humoral geweblicher
Ebene unter anderem Ernährungsstörung der Zellen.
Der als Störstelle wirkende Herd führt
zur Schwächung regulativer Vorgänge.
Damit ist die Voraussetzung geschaffen, daß jeder zusätzliche
Reiz - z.B. ein Luftzug - überwertig beantwortet wird und
damit krankmachend wirkt.
Da mit der Zeit der ganze Körper in die Regulationsstörung
einbezogen wird, bestimmt die Zufälligkeit der Zweitschädigung
die Symptomatik. Diese kann daher auch weit entfernt vom Ort der
ursprünglichen Störung als sogenannte Fernstörung
auftreten. Man spricht vom "Zweitschlag nach Speranski".
Der Zweitschlag ist also Auslöser der Beschwerden,
auch wenn er selbst nicht krankmachendes Ausmaß besitzt,
da er auf ein durch das Störfeld bereits vorgeschädigtes
Regelsystem trifft. Ein typisches Beispiel ist die Genickstarre
nach "Verkühlung" , wobei meist kranke
Zähne oder kranke Gaumenmandeln und Nebenhöhlen
als ursprüngliches Störfeld fungieren.
Selbstverständlich kann auch eine störfeldbedingte
Fernerkrankung wieder selbst zum Störfeld werden und weitere
Erkrankungen auslösen. Damit wird es schwierig das primäre
Störfeld zu erkennen, welches für die Ausheilung aber
sehr wichtig ist.
Die ständige Belastung eines Organismus durch
Störfelder führt schließlich zu selbständigen
Symptomen wie Schmerzen und Erkrankungen innerer Organe.
Die dabei durch das Mißverhältnis von erhöhter
Spannungsarbeit der Muskulatur und gestörter Durchblutung
entstandenen Stoffwechselstörungen führen zu chronischen
und degenerativen Erkrankungen.
Damit ist ein Teufelskreis in Gang
gesetzt - Fehlernährung, Übergewicht, Genuß-und
Umweltgifte verstärken die Störung.
Selten ist für eine Symptomatik - z.B. Schmerz
- nur ein Störfeld verantwortlich, mehrere Störfelder
sind die Regel.
Im Rahmen biologischer Heilverfahren kommt
der Regulationstherapie als kausaltherapeutisch orientierter Methode
große Bedeutung zu. Nicht entstörte Narben können
den Erfolg einer Akupunktur, einer osteopathischen Sitzung oder
einer homöopathischen Behandlung vereiteln.
Durch Behandlung der Störfelder - Narben und
segmentaler Störungen - mittels Neuraltherapie kann die gestörte
Regulationsfähigkeit des Organismus häufig wiederhergestellt
und damit die Heilungsvorgänge eingeleitet
werden.
Bei fortgeschrittenen Störungen ist jedoch
nur eine geringe und bei weit fortgeschrittenem Stadium keine
regulationstherapeutische Wirkung zu erwarten, aber im Rahmen
der symptomatischen Behandlung ist eine Schmerzlinderung
und damit eine Verbesserung der Funktion sowie eine Senkung des
Medikamentenverbrauches zu erzielen.
Die Injektion der Lokalanästhätika bewirkt
dabei eine
1. Schmerzausschaltung
2. Verbesserung der Funktion
3. Normalisierung der Regulation
4. Mobilisierung von Selbstheilungskräften
Als moderne Ergänzung zur klassischen
Infiltration eines Lokaltherapeutikums wird in meiner Praxis der
Laser, die Farblichtpunktur und die TLC Bars Tachyonenkristalle
eingesetzt, wodurch auch Kinder schmerzfrei zu behandeln sind.